Kulinarisches – Essen und Trinken in Englands Hauptstadt



England ist nicht gerade für seine ausgezeichnete Küche bekannt. Zugegeben, ein deftiges Frühstück, das einer Hauptmahlzeit gleicht und für uns seltsam anmutende Kombinationen wie Fleisch mit Minzsoße sind nicht jedermanns Sache, zu einem Aufenthalt in London gehören sie aber dazu.

Morgens beginnt der Tag mit einem herzhaften Frühstück. Nach einer Schüssel Zerealien oder Haferschleim kommt das Highlight des englischen Frühstücks – das Hauptgericht, bestehend aus Eiern, Schinken, Würsten sowie oftmals auch Tomate, Kartoffeln, Champignons und Bohnen. Dazu wird weißer oder brauner Toast mit gesalzener Butter und Orangenmarmelade gereicht. Klassisch Tee mit Milch oder auch Kaffee sowie Fruchtsäfte stehen am Getränkemenü.

Mittags und abends hat der Reisende die Qual der Wahl: Pubs, internationale Restaurants oder Fast-Food-Ketten sind in großer Zahl vorhanden. Wer sich für das sogenannte Pubfood entscheidet, darf sich auf typisch englische Küche freuen. Gestartet wird mit der Tagessuppe, die oftmals für sich schon fast eine ganze Mahlzeit ausmacht. Serviert werden in der Regel gebundene Gemüse- oder Fischsuppen. Typische Hauptgerichte sind die klassischen Fish and Chips, Irish Stew, Yorkshire Pudding oder Lamm mit Minzsoße. Aber auch Burgers, Pizza und Steaks stehen oftmals zur Auswahl.

London Kulinarik
Ein typisches Essen in London ist der Yorkshire Pudding

Sehr britisch wird es zwischen 15:00 und 18:00, denn dann ist Tea Time. Der Nachmittagstee wird nicht nur in der gehobenen Gesellschaft zelebriert, auch Durchschnittsbürger nehmen sich Zeit für dieses jahrhundertealte Ritual. Zum obligaten Tee werden Sandwiches, Fisch oder Süßigkeiten gereicht. Ein Klassiker dabei ist ein Rosinengebäck namens Scones, das mit Butter oder dicker Sahne gegessen wird.

Abwechslung vom herzhaften britischen Essen bieten die zahlreichen Restaurants Londons, die ebenso multikulturell sind wie die Bewohner der Stadt. Besonders beliebt ist indisch, das sowohl in kleinen, familiengeführten Restaurants als auch in feinen Speiselokalen serviert wird.

Auf dem Sektor der Haute Cuisine steht London in ausgezeichneter Position. Starköche wie der berühmt-berüchtigte Gordon Ramsay oder der sympathische Jamie Oliver haben Restaurants der Extraklasse in London eröffnet. Eine Tischreservierung, möglichst einen Monat im Voraus, ist für diese Art des Speiselokals unumgänglich.

Noch ein kurzes Wort zu den beiden britischen Nationalgetränken, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Tee wird zum Frühstück, tagsüber und natürlich zum Afternoon Tea getrunken. Es handelt sich dabei in den meisten Fällen um Schwarztee, der mit Milch gestreckt wird. Früchtetees sind eher unüblich, in guten Hotels aber immer zu bekommen. Das britische Bier, auch Ale genannt, ist traditionell obergärig und wird nicht mit Kohlensäure versetzt. Typisch ist zudem der geringe Alkoholgehalt im Vergleich zum deutschen Bier. Neben den klassischen englischen Bieren haben aber auch europäische Biersorten ihren Weg in die Londoner Pubs geschafft.





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